Nachdenkliches
Die zehn Bitten eines Hundes an den Menschen
1.) Mein Leben dauert 12 bis 14 Jahre.
Jede Trennung von Dir wird für mich Leiden bedeuten.
Bedenke es, ehe Du mich anschaffst!
2.) Gib mir Zeit, zu verstehen, was Du von mir verlangst!
3.) Pflanze Vertrauen in mich - ich lebe davon!
4.) Zürne nicht lange & sperr mich zur Strafe nicht ein!
Du hast Deine Arbeit, dein Vergnügen,
deine Freunde, ich habe nur Dich!
5.) Sprich manchmal mit mir!
Wenn ich auch die Worte nicht verstehe,
so doch die Stimme, die sich an mich wendet.
6.) Wisse: Wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse es nie!
7.) Bedenke, ehe Du mich schlägst,
dass meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchelchen
deiner Hand zu zerquetschen vermögen,
dass ich aber keinen Gebrauch davon mache!
8.) Ehe Du mich bei der Arbeit unwillig nennst,
bockig oder faul, bedenke:
Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter,
vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt
oder habe ein verbrauchtes Herz!
9.) Kümmere Dich um mich, wenn ich alt werde,
auch Du wirst einmal alt sein!
10.) Geh' jeden schweren Gang mit mir!
Sage nie: "Ich kann so etwas nicht sehen!"
oder "Es soll in meiner Abwesenheit geschehen!"
Alles ist leichter für mich
mit Dir!
Brief an mein Herrchen
Am Morgen bist Du sehr früh
aufgestanden
und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich!
Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub! HURRA!!
Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand angehalten.
Die Türe ging auf und Du hast einen Stock geworfen! Ich lief und lief,
bis ich den Stock gefunden und zwischen meinen Zähnen hatte,
um ihn Dir zurückzubringen.
Als ich zurückkam warst Du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen,
um Dich zu finden, aber vergebens!
Ich lief Tag für Tag,
um Dich zu finden und wurde immer schwächer.
Ich hatte Angst und großen Hunger.
Ein fremder Mann kam und legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald befand ich mich in einem Käfig und wartete dort auf Deine Rückkehr.
Aber Du bist nicht gekommen!
Dann wurde der Käfig geöffnet. Aber du warst es nicht;
es war der Mann der mich gefunden hatte!
Er brachte mich in einen Raum es roch nach TOD!!
Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen, ich will, Dass Du weisst,
dass ich mich trotz des Leidens das Du mir angetan hast,
noch stets an Dein Bild erinnere
und falls ich noch einmal auf die Erde zurückkommen könnte,
ich würde auf Dich zulaufen, denn ich hatte Dich lieb!
Dein Hund
Die Regenbogenbrücke
An einer Stelle der Ewigkeit gibt es
einen Platz,
den man die Regenbogenbrücke nennt.
Wenn ein Tier stirbt, das eng mit jemandem zusammengelebt hat,
begibt es sich zu dieser Regenbogenbrücke.
Dort gibt es Wiesen und Hügel für all unsere speziellen Freunde,
damit sie laufen und zusammen spielen können.
Es gibt eine Menge Futter und Wasser und Sonnenschein
und unsere Tiere fühlen sich wohl und zufrieden.
Alle Tiere, die einmal krank waren,
sind wieder heil und stark,
so, wie wir uns an sie in unseren Träumen erinnern,
wenn die Zeit vergeht.
Die Tiere sind glücklich und haben alles, außer einem kleinen bisschen;
sie vermissen jemanden bestimmtes,
jemanden, den sie zurückgelassen haben.
Sie alle laufen und spielen aber der Tag kommt,
an dem eines sein Spiel plötzlich unterbricht
und in die Ferne schaut. Die hellen Augen sind aufmerksam,
der Körper ist unruhig.
Plötzlich trennt es sich von seiner Gruppe,
fliegt förmlich über das grüne Gras,
seine Beine tragen es schneller und schneller.
Noch bist Du wie ein Punkt in der Unendlichkeit,
doch wenn Du und Dein Freund sich dann endlich treffen,
gibt es nur noch Wiedersehensfreude,
die nicht enden will. Die glücklichen Küsse regnen über Dein Gesicht,
Deine Hände streicheln wieder über den geliebten Kopf
und Du siehst einmal mehr in die treuen Augen Deines Tieres,
die Du lange nicht mehr gesehen,
die Du aber niemals aus Deinem Herzen gelassen hast.
Dann geht Ihr zusammen über die Regenbogenbrücke.
Hoffen wir nicht alle, dass es so ist?
Autor unbekannt
Gebet des Hundes
Mein Herr und Meister, mit dem ich das
Schicksal teile,
meine Treue bemisst sich nicht nach der Größe
Deines Heims noch nach dem Futter, das Du mir gibst.
Ich bewache Dein Haus, als wäre es meins, sei es aus Holz oder Marmor.
Alles ist einfach und gut, wenn Du mir Deine Freundschaft zeigst.
Denn siehe, mehr als all die Güter, die Du vielleicht besitzt,
mehr als alle Bequemlichkeiten schätze ich das freundschaftliche
Streicheln Deiner Hand und Deinen vertrauten Blick.
Zeige mir oft, dass ich Dir etwas bedeute,
mein Herr und Meister, der Du alles für mich bist.
Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden
und hast die Koffer gepackt.
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich.
Noch ein kleiner Spaziergang vor dem Urlaub - Juhuuu!
Wir fuhren mit dem Wagen und Du hast am Straßenrand angehalten,
die Tür ging auf, und Du hast einen Stock geworfen.
Toll, als Rast schnell noch ein kleines Spiel!
Ich lief und lief, bis ich den Stock gefunden
und zwischen meinen Zähnen hatte.
Aber als ich zurückkam, warst Du nicht mehr da!
In Panik bin ich in alle Richtungen gelaufen,
um Dich zu finden, aber vergebens.
Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag.
Wo bist Du? Ein fremder Mann kam und nahm mich mit.
Geliebtes Herrchen, ich will, dass Du weißt,
dass ich mich trotz des Leidens, das Du mir angetan hast,
noch stets an Dein Bild erinnere,
und falls ich die Gelegenheit hätte - ich würde auf Dich zulaufen,
denn ich hatte Dich lieb!
Das Gebet des Hundes
Oh Gott, der über alle Kreaturen
regiert,
gib, dass ich einen Herrn finde, der mich liebt
so, wie ich ihn liebe und verehre und jederzeit
mein Leben für ihn hergeben würde.
Mach, oh Gott, dass er gerecht zu mir ist,
da Du mich ihm anvertraut hast.
Gib, dass er geduldig mit mir ist, so, wie ich geduldig
stundenlang auf sein Heimkommen warte.
Bewahre ihm, oh Herr, die Jugend meines Herzens und
die Reinheit meiner Gedanken.
Zeige ihm was Treue ist, wie ich sie ihm vorlebe.
Gib meinem Herrn Gesundheit und Freude an der Natur,
damit er recht oft mit mir über Felder wandert.
Oh Gott, der über alle Kreaturen regiert, ich bitte Dich,
lass den Menschen immer Mensch sein, so,
wie ich immer Hund sein möchte!
aus "Der Samoyede" von Erna Bossi
Tagebuch eines Streunerhundes
1. WOCHE:
Vor einer Woche bin ich geboren worden,
welches Glück auf dieser Welt angekommen zu sein !
1. MONAT:
Meine Mama sorgt sehr gut für mich.
Sie ist eine vorbildliche Mama.
2. MONAT:
Heute trennten sie mich von meiner Mama.
Sie war sehr unruhig und mit ihren Augen sagte sie mir
AUF WIEDERSEHEN, gleichzeitig hoffend, dass meine neue
menschliche Familie sich so um mich sorgt, wie sie es machte.
4. MONAT:
Ich bin schnell gewachsen, alle widmen mir ihre Aufmerksamkeit.
Es gibt mehrere Kinder im Haus,
die wie „Geschwister“ für mich sind.
Wir sind alle eine unruhige Bande.
Sie ziehen mich an der Leine und ich zwicke sie spielend.
5. MONAT:
Heute nörgelten sie an mir herum. Mein Besitzer wurde heute böse,
weil ich „Pipi“ im Haus gemacht habe,
aber sie hatten mir ja nie gezeigt, wo ich es machen sollte.
Ich schlafe auch in der Waschküche....
Und konnte einfach nicht mehr zurück halten!
6. MONAT:
Ich bin ein froher Hund. Ich habe die Wärme meiner Familie,
ich fühle mich so sicher und beschützt.
Ich glaube, dass meine menschliche Familie mich liebt
und sie verwöhnt mich viel zu sehr.
Wenn sie essen, geben sie mir immer etwas ab.
Der Hof ist für mich alleine
und ich mache mir einen Spass daraus,
wie meine Vorfahren, die Wölfe,
mein übriggebliebenes Futter im Garten zu vergraben.
Sie bilden mich nicht aus, also muss doch alles richtig sein,
was ich anstelle.
12. MONAT:
Heute bin ich 1 Jahr alt. Ich bin ein reifer Hund.
Meine Meister sagen, dass ich mehr gewachsen bin als sie gedacht haben.
Sie müssen so stolz auf mich sein!
13. MONAT:
Wie schlecht ich mich heute fühle. „Mein Bruder“ nahm mir den Ball weg,
obwohl ich ihnen doch nie ihre Spielzeuge wegnehme!
Deshalb nahm ich ihm meinen Ball aus der Hand. Aber meine Kiefer
sind sehr stark geworden und ich verletzte ihn unabsichtlich.
Nach dem Schrecken, ketteten sie mich draußen fest an,
ich konnte mich nicht einmal bis zum Sonnenstrahl bewegen.
Sie sagen, dass sie mich beobachten werden und dass ich undankbar bin.
Ich verstehe gar nicht, was passiert ist.
15. MONAT:
Es ist immer noch das Gleiche:
Ich lebe jetzt nur noch auf dem flachen Dach.
Ich fühle mich sehr alleine,
meine Familie liebt mich nicht mehr.
Sie vergessen manchmal, dass ich hungrig und durstig bin.
Wenn es regnet habe ich kein Dach,
dass mich vor dem Regen schützt und wenn die
Mittagssonne knallhart auf das Dach scheint, habe ich keine schattige Ecke.
16. MONAT:
Heute holten sie mich vom Dach herunter.
Ich war sicher, meine Familie vergab mir
und ich freute mich so sehr, dass ich sie ansprang vor Vergnügen.
Ich konnte meinen Schwanz vor Freude gar nicht stillhalten.
Ausserdem werden sie mich mit auf einen Spaziergang im Auto mitnehmen!
Wir fuhren in Richtung der Autobahn und plötzlich hielten sie an.
Sie öffneten die Tür und ich sprang fröhlich heraus, im Glauben,
dass wir unseren Tag gemeinsam im Freien verbringen würden.
Ich verstehe nicht, warum sie ohne auszusteigen
die Autotür wieder schlossen und wegfuhren!
“HÖRT , WARTET .....“ oh, sie haben mich vergessen!!
Ich lief hinter dem Auto her mit all meinen Kräften. Meine Qual wuchs,
als ich erkannte, dass sie verschwanden
und sie hielten nicht an. Mir wurde klar:
SIE HATTEN MICH AUSGESETZT!!!
17. MONAT:
Ich habe vergeblich versucht, den Weg
nach Hause zu finden.
Ich setze mich hin, ich bin verloren.
Auf meinem Weg gibt es Leute mit guten Herzen, die mir meine
Traurigkeit ansehen und mir etwas zu fressen geben.
Ich danke ihnen von ganzen Herzen und wollte, dass sie mich adoptieren
und versprach ihnen auch für die Ewigkeit treu zu bleiben.
Aber sie sagten nur: "ARMEN HUND",
er muss verloren gegangen sein und gingen weiter.
18. MONAT:
Neulich ging ich an einer Schule vorbei und ich sah viele Kinder,
die mich an meine “Geschwister“ erinnerten.
Als ich mich ihnen näherte, lachte eine Gruppe von ihnen und sie warfen
viele Steine nach mir und schauten, wer besser gezielt und mich getroffen hatte.
Einer jener Steine verletzte eins meiner Augen
und von da an sah ich nichts mehr mit ihm.
19. MONAT:
Es ist nicht zu glauben, als ich noch ein schöner Hund war,
fühlten alle mehr Mitleid für mich.
Jetzt aber habe ich schon sehr viel Gewicht verloren,
bin richtig dünn geworden und verlor ein Auge
und die Menschen verjagen mich lieber mit Besenschlägen,
wenn ich versuche etwas Schatten
irgendwo für meinen müden und schwachen Körper zu finden.
20. MONAT:
Ich kann mich kaum mehr bewegen: Heute als ich versuchte,
eine Strasse mit starkem Autoverkehr zu überqueren, wurde ich angefahren.
Ein Autofahrer lenkte sein Auto so, dass er mich mit Absicht traf.
Ich werden den zufriedenen Gesichtsausdruck des Fahrers nie vergessen!
Hätte Gott doch gewollt, dass er mich getötet hätte,
aber ich renkte mir nur meine Hüfte aus.
Der Schmerz ist nicht auszuhalten,
meine Hinterpfoten gehorchen mir nicht
und mit großer Schwierigkeit kroch ich zu
irgendeinem Grashang am Straßenrand.
21. MONAT:
Ich liege seit 10 Tagen in der Sonne, dem Regen, der Kälte,
ohne etwas zu fressen oder trinken. Ich kann mich nicht bewegen.
Der Schmerz ist unerträglich. Ich fühle mich sehr schlecht,
ich liege an einer feuchten Stelle und meine Haare fallen aus.
Einige Leute gingen an mir vorbei, aber entweder sahen sie mich nicht
oder aber andere sagten unter sich: “GEHE NICHT ZU NAHE HERAN“.
Ich bin fast bewusstlos. Auf einmal
steht eine fremde Person neben mir.
Ihre liebevolle Stimme brachte mich dazu zu reagieren.
"ARMER HUND, GUCK WIE SIE DICH AUSGESETZT HABEN", sagte sie...
Neben ihr stand ein Mann mit weissem Kittel, er begann mich abzutasten
und sagte zu der freundlichen Frau: "ES TUT MIR LEID, aber ich kann diesem
Hund nicht mehr helfen, es ist besser, wenn ich ihn von seinem Leid erlöse ".
Unter Tränen stimmte sie mit ihm überein.
Ich schaffte es noch einmal meinen Schwanz zu bewegen
und schaute sie mit unendlich dankbaren Augen an.
Ich fühlte nur kurz den erlösenden
Schmerz der Injektion
und fiel in ewigen Schlaf, mich dabei fragend,
WARUM ICH GEBOREN WURDE,
WENN MICH DOCH NIEMAND LIEBEN WOLLTE.
Autor unbekannt